Weltklasse Blindtextgenerator: Samuel L Ipsum

Blindtextgeneratoren sind eine praktische Sache, wenn man im Designprozess schnell mal ein bisschen Beispieltext braucht um dem Kunden zu zeigen, wie die Seite mit Text, Überschriften, etc aussieht. Hier kann man auf nette, harmlose Tools wie den http://www.blindtextgenerator.de/ zurückgreifen, bei dem man aus verschiednen Texten auswählen, sowie deren Länge beeinflussen kann.

Wenn man häufig mit solchen Texten arbeitet, kann das schnell langweilig werden. Abhilfe schafft hier der neue Blindtextgenerator “Samuel L. Ipsum”: http://slipsum.com, der Texte aus Filmzitaten á la Pulp Fiction von Samuel L. Jackson generiert! Da wird der Blindtext gleich etwas würziger! Zuerst wählt man aus, wie viele Absätze man gerne hätte, ob man auch Überschriften generieren möchte und ob man p-Tags haben will. Danach klicke man auf “Generate it Bitch” und schon erählt man seinen original Samuel L. Jackson Blindtext. Falls man einen neuen Text generieren möchte, kann man den alten mit dem Button “Clear that shit” löschen.

Slipsum Blindtextgenerator

Benutzerdefinierte Variablen in Piwik

Das Open Source Web Analyse Tool Piwik ist eine tolle Alternative zu Google Analytics und anderen kommerziellen Anbietern von Tracking Tools. Besonders für Leute/Firmen die die Kontrolle über die erhobenen Daten gerne selbst in der Hand haben, ist Piwik das Mittel der Wahl, da es auf dem eigenen Server betrieben wird.

Standardmäßig bietet Piwik schon eine Menge Analysemöglichkeiten, von besuchten Seiten über die Herkunft der Besucher bis zu Kampagnen. Besonders praktisch ist auch die Möglichkeit mehrere Webseiten mit einer Piwik Instanz zu überwachen. Allerdings sind die Funktionen von Piwik natürlich nicht so umfangreich wie das Angebot von kommerziellen Anbietern wie eTracker oder Econda.

Custom Variables

Wem die Standard-Analysewerte nicht reichen, der kann auch noch sogenannte “Benutzerdefinierte Variablen” (Custom Variables) einrichten. Mit diesen kann man bspw. eine Kategorie (Sport, Politik, …), oder einen Status (eingeloggt, nicht eingeloggt) mittracken. Die benutzerdefinierten Variablen werden ganz einfach dem JavaScript Tracking Code hinzugefügt.

Dabei gibt es zwei Unterscheidungsmöglichkeiten: Der Gültigkeitsbereich (scope) kann entweder auf “visit” (Zählung pro Besuch) oder auf “page” (Zählung pro Seitenaufruf) gesetzt werden.

Die Funktion zum Aufruf der benutzerdefinierten Variablen heißt setCustomVariable() und muss vor dem Standardaufruf trackPageView() ausgeführt werden.

piwikTracker.setCustomVariable(
1, // Index unter welchem die Variable gespeichert wird. Bis zu 5 Variablen sind möglich
"Kategorie", // Name der Variable
"Sport", // Wert der Variable
"page" // Gültigkeitsbereich. Hier pro Seitenaufruf
);
piwikTracker.trackPageView();

Die Namen und Werte der Custom Variables sind auf maximal 200 Zeichen Länge begrenzt.

In der Piwik Administrationsoberfläche findet man die Custom Variables unter Besucher->Benutzerdefinierte Variablen.

Hier die Links zur offiziellen Dokumentation:

Mehrsprachigkeit in Joomla! aktivieren

Mehrsprachigkeit

Das beliebte Content Management System Joomla! ist standardmäßig fähig, eine mehrsprachige Website zu realisieren. Richtig komfortabel ist diese Funktion zwar nicht, aber es geht – im Gegensatz zu anderen CMS wie WordPress, sogar ohne Erweiterungen.

Mehrsprachigkeit bedeutet, das CMS erlaubt einen einfachen Sprachwechsel, doch Übersetzen müssen immer Sie! Die Mehrsprachigkeit von Joomla! ist etwas nervig, da alles für jede Sprache neu angelegt werden muss: Beiträge, Kategorien, Menüs, Module, etc.

Hier finden Sie eine gute Anleitung, wie man die Mehrsprachigkeit in Joomla! umsetzt:

Mehrsprachigkeit aktivieren

  1. Sprachpakete für die jeweilige Sprache installieren (Erweiterungen/Erweiterungen)
  2. Einstellungen der Sprachen überprüfen (Erweiterungen/Sprachen/Inhalt)
  3. Plugin “System – Sprachenfilter” aktivieren (Erweiterungen/Plugins)
  4. Einstellungen des Plugins überprüfen
  5. Administrator Modul “Multilanguage status” aktivieren (Erweiterungen/Module/Filter Site -> Administrator)
  6. Beiträge in der jeweiligen Sprache anlegen (Titel, Inhalt und Sprache auswählen)
  7. Kategorien & Menüs müssen ebenfalls übersetzt/dupliziert werden

Mehrsprachigkeit auf der Startseite

  1. Neues (Hilfs-) Menü “default” anlegen
  2. Im neuen Menü einen neuen Menüeintrag “default” anlegen (Hauptbeiträge, Sprachen -> alle, Stern für Startseite)
  3. Neues Menü “Main Menu EN” für Englisch anlegen
  4. Neuen Menüeintrag “Home” für englische Startseite anlegen (Hauptbeiträge, Sprachen -> Englisch, Stern für Startseite)
  5. Main Menu umbenennen in Main Menu DE
  6. In Main Menu DE bei Menüeintrag “Home” Sprache Deutsch auswählen
  7. Aufpassen, dass bei allen drei Menüeinträgen der Stern für die Startseite gesetzt wurde!
  8. Das Modul “Main menu” umbenennen in “Main menu DE”
  9. Neues Modul “Main Menu EN” anlegen (Erweiterungen/Module/Neu, gleiche Position wählen wie “Main Menu DE”, Menü “Main Menu EN” auswählen )

Musik Flatrates im Test

Inzwischen werden selbst auf dem deutschen, durch die GEMA strikt bewachten Markt Musikflatrates immer beliebter. Scheinbar erkennt die Musikindustrie langsam dass man sich heutzutage weiterentwickeln und neue Geschäftsmodelle überlegen muss. Nebenbei versuchen sie zwar immer noch die Evolution mit neuen Gesetzen wie SOPA oder mit Klagen gegen Konkurrenten wie MegaUpload aufzuhalten, aber langfristig werden sie so nicht weiterkommen. Heute ist man erfolgreich indem man mit anderen Leuten/Unternehmen kooperiert und Netzwerkeffekte ausnutzt und nicht indem man mit allen verfügbaren Mitteln gegen sie vorgeht.

Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA)

Die GEMA kann man in diesem Zusammenhang auch als Entwicklungsblockierungsinstitution bezeichen. Die haben auch noch nicht verstanden, dass man sich in Zeiten des Internets nicht mehr so leicht wie in den guten alten Zeiten mit Knebelverträgen und Musikrechten bereichern kann. Aber sie versuchen es trotzdem immer wieder mit den altbewährten, repressiven Mitteln. So kennt vermutlich jeder den netten Hinweis, den man ab und zu bei Youtube zu Gesicht bekommt, wenn man sich ein Musikvideo ansehen will: “Leider ist dieses Video in Deutschland nicht verfügbar, da es Musik enthalten könnte, für die die GEMA die erforderlichen Musikrechte nicht eingeräumt hat.” – danke! Auch der beliebte Musikstreaming Dienst Grooveshark hat seinen Dienst in Deutschland aufgrund der hohen GEMA Gebühren eingestellt – danke!

Die Musik Flatrates

Doch nun zu den Flatrates! Leider lassen die aktuellen Angebote auch noch zu wünschen übrig. Ich habe fünf Musikdienste ausprobiert und wurde größtenteils entäuscht. Die Kandidaten waren: Napster, MusicMonster, Simfy, iTunes und Amazon.

Napster

napsterNapster ist ja schon lange ein Begriff in der Musikszene, früher als illegaler Download Dienst, heute als kommerzieller Streaming Dienst. Hier ist auch schon der erste Haken: Napster streamt die Musik nur. Man kann sie sich mit der Flatrate nicht herunterladen und anderweitig nutzen. Haken gibt es aber noch mehr: Erstens ist das Musikangebot begrenzt, viele Titel findet man gar nicht. Zweitens kosten einige Titel oder Alben trotz Flatrate extra! Da denkt man Flatrate steht für einen festen Betrag, den man monatilich zahlt und dafür alles bekommt, dem ist aber nicht so. Es gibt zwar auch einigermaßen nette Apps für mobile Geräte, auf denen man den Streaming Service auch nutzen kann, aber es bleibt halt ein Stream. Die Musik bleibt auf den Napster Servern liegen.

Simfy

simfySimfy ist ein ziemlich neuer Anbieter. Technisch gesehen ist Simfy Napster deutlich überlegen. Nicht nur das Interface auf der Website ist wesentlich moderner, auch die Apps sind viel schöner. Außerdem kann man die Songs auch herunterladen und offline anhören. Das ist schon ein enormer Fortschritt. Doch auch hier gibt es einen Haken: Die Songs bleiben in der jeweiligen App gefangen. Man bekommt sie dort nicht raus und kann sie somit auch nicht anderweitig nutzen, z.B. brennen, oder auf andere Geräte übertragen.

Musicmonster

musicmonsterMusicmonster ist ein Spezialfall. Zwar handelt es sich hier wirklich um eine echte Flatrate, bei der man beliebig viele Songs im mp3-Format, ohne Rechtebeschränkung (DRM - Digital Rights Management) runterladen kann, allerdings bekommt man die Musik nicht im Original. Was die Guten auf ihrer Website gekonnt verstecken, ist die Tatsache, wie der Dienst funktioniert. Music Monster überwacht einen Haufen Internet Radio Dienste und wartet darauf, dass der gewünschte Song dort gespielt wird. Wenn das der Fall ist, zeichnet Musicmonster den Song auf und stellt ihn zum Download bereit. Man bekommt also sozusagen eine Kopie. Soweit so gut, das Problem ist nur, dass die gewünschten Songs erst irgendwann oder vielleicht auch nie gespielt werden. Man kann nur eine Wunschliste anlegen, die dann nach und nach abgearbeitet wird – oder auch nicht. Also bekommt man unter Umständen gar nicht an die Musik, die man gerne hätte.

Nach diesen drei Enttäuschungen habe ich mich wieder auf traditionelle Downloads konzentriert. Da ich seit einiger Zeit stolzer Besitzer eines iPads und eines iPhones bin, viel die erste Wahl auf iTunes.

iTunes

iTunesiTunes ist ein sehr schön gestalteter Dienst, der sich wunderbar in die Apple Welt integriert und auf den verschiedenen mobilen Geräten sogar synchronisiert werden kann. Es gibt allerdings keine Flatrate! Außerdem ist die Musikauswahl relativ groß, doch sind die Songs und Alben relativ teuer. Der große Haken ist allerdings das Format. So kommen die Dateien zwar als Download, jedoch nicht im mp3-Format, sondern in Apples eigenem Format m4a. Dieses Format macht erstens manchmal Probleme, wenn man es mit anderen Playern als mit iTunes oder auf anderen Geräten abspielen will, außerdem ist es mit einem Kopierschutz versehen, dem sogenannten DRM (siehe oben). Man kann die Musik also nicht auf beliebig vielen Geräten abspielen.

Amazon

amazonNach viel Frust bin ich letztendlich bei Amazon gelandet und war erstaunt! Zwar gibt es auch hier keine Flatrate, doch die Damen und Herren haben zwei Sachen verstanden: die Musik kommt beim Download im mp3-Format und hat keinen Kopierschutz! Somit kann man damit machen was man will, außer natürlich die Songs illegal weiter zu verbreiten. Zudem kann man wie bei Amazon gewohnt aus vielen Zahlungsmöglichkeiten wie bspw. PayPal auswählen. Es gibt eine riesen Auswahl an Musik und diese ist auch noch günstiger als z.B. bei iTunes. Daher ist nun vorerist Amazon mein Favorit für neue Musik.

Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass es in Zukunft nur einen Weg für Musik- und Film-Flaterates gibt, nämlich die echte Flatrate! Für einen monatlichen Betrag, sagen wir bspw. 15€ kann man sich beliebig viel Musik herunterladen und damit machen wonach einem die Laune steht. Wenn die Dienste günstig genug sind und die Auswahl entsprechend groß ist, würden sich denke ich die meisten Leute von illegalen Downloads abkehren und wieder legale Musik einkaufen.